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Aus Sonne wird Strom: Energieprojekt am Europäischen Gymnasium „Johann Heinrich Pestalozzi" Meerane

Viele Fragen rund um die ökologische Energiewende sind nach wie vor offen. Deshalb engagieren sich die Stadtwerke Meerane für Aufklärungsarbeit zu Energiethemen. Vor allem im schulischen Physikunterricht gehören Energiesparen und Ökologie zu den wichtigsten Bildungsthemen für die junge Generation. Seit Ende Juli 2012 wird auf dem Dach des Europäischen Gymnasium „Johann Heinrich Pestalozzi" Strom aus Sonnenenergie erzeugt. Die aus der Fotovoltaikanlage gewonnenen Daten werden im Physikunterricht ausgewertet. So macht Lernen Spaß: Energieerzeugung praktisch erleben und verstehen. „Theoretische vermittelte Unterrichtsinhalte wie zum Beispiel den Wirkungsgrad können wir nun unter realen Bedingungen, also mittels Echtdaten der Anlage, untersuchen", freut sich Andreas Sonntag. Er unterrichtet Physik am Europäischen Gymnasium Meerane und ist Mit-Initiator des Projekts.

Vom Schuldach ins Klassenzimmer

Auf dem Schuldach befindet sich ein Sensor, der die Solarstrahlung der Sonne misst. Über eine Schnittstelle und einen kleinen Computer gelangen diese Daten auf einen Bildschirm im Foyer der Schule. Angezeigt werden zum Beispiel die Leistung der Anlage in Echtzeit, die erzeugte Tagesmenge an Solarenergie, die bisher komplett erzeugte Gesamtmenge und bei der Erzeugung vermiedene CO2-Emissionen. Diese technischen Daten werden im Physikunterricht analysiert und ausgewertet - in praktischer Tabellenform auf den PCs der Schule.

Energie verstehen

Wer im Physikunterricht „Feuer fängt" und mehr erfahren will über die technischen Herausforderungen rund um die Energiewende, kann sich zukünftig intensiver damit beschäftigen. „Wir wollen interessierten Schülerinnen und Schülern mit naturwissenschaftlichem Profil ab der Klassenstufe 9 noch tiefere Einblicke geben und haben deshalb die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft angeregt", verrät Patrick Kühni, Leiter Netze der Stadtwerke Meerane. Er betreut nicht nur das Energieprojekt Fotovoltaikanlage von Seiten der Stadtwerke Meerane, sondern steht auch als Expoerte aus der Praxis regelmäßig im Physik-Unterricht am Gymnasium Rede und Antwort. Von Energieerzeugung bis hin zu Energieübertragung und Energieeinsparung - alles wird praxisnah an Beispielen erklärt.  

Sonnenstrom für den Klimaschutz

Mit einer Maximalleistung von 7 Kilowatt wird die Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Europäischen Gymnasiums Meerane hat jährlich rund 7000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Das entspricht dem Verbrauch von drei 4-vierköpfigen Familien. Ein Teil des erzeugten Stroms wird für die elektrischen Anlagen und die Beleuchtung im Schulgebäude verbraucht. Für das Stromnetz der Stadtwerke Meerane bedeutet das eine deutliche Entlastung, denn diese Energiemenge muss nicht von Kraftwerken erzeugt und anschließend über das Netz übertragen werden. „Wie hoch genau diese Mengen sind, werden wir zu jedem Jahreswechsel ermitteln", erklärt Patrick Kühni. Das gelte auch für die Menge an CO2, welche durch den Betrieb der Anlage eingespart werde. Die Höhe der Einsparung richtet sich nach den ermittelten Gesamtstrommengen, die in der Anlage erzeugt werden. „Pro erzeugter Kilowattstunde Solarstrom kann man von rund 500 Gramm CO2-Einsparung ausgehen", weiß Kühni.
Wie viele Kilowattstunden Strom auf dem Schuldach auch immer erzeugt werden: in jedem Fall leisten das Europäische Gymnasium und die Stadtwerke Meerane mit ihrem gemeinsamen Projekt einen nicht unerheblichen Beitrag zum Klimaschutz.

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Mehr Informationen zu unserem Engagement für Kinder und Jugend finden Sie hier.

Fotovoltaikanlage in Bildern

Bildmaterial von Fotovoltaikanlage und der offiziellen Einweihung am 12. September 2012 finden Sie in der Rubrik Pressefotos.