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Kunstprojekt geht weiter

(vom 11.12.2008)
Zwei weitere gestaltete Trafostationen ziehen im Stadtgebiet die Blicke auf sich

Kunstprojekt geht weiter

interessierter Vierbeiner

Zwei weitere gestaltete Trafostationen ziehen im Stadtgebiet die Blicke auf sich  

Nicht nur Passanten schauen neugierig auf die außergewöhnlich große Hundehütte am Waldsachsener Weg. Auch echte Vierbeiner interessieren sich für das tierische Kunstwerk. Täuschend echt haben der als Tasso bekannte Meeraner Künstler Jens Müller gemeinsam mit seinen Kollegen "Tshunc" Tino Schneider und "Zone 56" Markus Esche die Tiere an die Flächen der Trafostation projiziert. Die Station selbst ist als solche fast nicht mehr zu erkennen.

Vor Einbruch der kalten Jahreszeit Anfang November 2008 haben sich Tasso und Kollegen die milden Temperaturen zu Nutze gemacht und weiter am langfristigen Projekt Umgestaltung der Trafostationen gearbeitet. Bereits während der Entstehungsphase waren die Wirkungsstätten Anziehungspunkt für interessierte Meeraner. Verständlich, denn wann hat man schon die seltene Gelegenheit, bei der Schaffung derartiger Kunstwerke hautnah dabei zu sein! Gleich zwei Objekten haben die Künstler ein neues Gesicht gegeben: den Trafostationen am Waldsachsener Weg und an der Äußeren Crimmitschauer Straße.

schaffende Künstler
mit Liebe zum Detail lässt Tasso die Farbenpracht entstehen

Die Motive sollen zum Standort und zur Umgebung der Trafostation passen. "Unterwassermotive werden in der Graffiti-Szene sehr gern verwendet" erzählt Tasso. "Die bunten Korallenriffe gepaart mit farbenfrohen Fischen kommen dem Grundgedanken von Graffiti sehr nahe: die Umwelt mit Farben schöner zu machen, mit oder ohne die graffiti-typischenSchriftzüge. Und mit ihrer rechteckigen Form sind Trafostationen das perfekte Aquarium", fügt er lachend hinzu.

Aquarium 2
in eine andere Welt abtauchen, ohne nass zu werden: an der Trafostation an der Äußeren Crimmitschauer Straße kein Problem
Aquarium

Aber woher nehmen die Graffitikünstler die Vorstellungskraft für die Motive, wollten wir von Tasso wissen. "Die ersten Ideen kommen meistens, wenn man im Auto an den Trafostationen vorbeifährt. Dann diskutieren wir gemeinsam, wie man die Grundidee mit Details anreichern kann, bis ein lebhaftes Bild entsteht" verrät der Künstler.

Und so werden schon wieder eifrig die Puzzlesteine gesammelt und sortiert. Man darf gespannt sein auf die nächsten sprühenden Ideen. Wann diese in Meerane bewundert werden können, hängt von den Witterungsbedingungen ab. Mindestens 5C Lufttemperatur sind Grundvoraussetzung, um Graffitiarbeiten im Außenbereich durchzuführen. Sind die Kunstwerke einmal fertig gestellt, trotzen sie auch frostigen Temperaturen und sind damit zu jeder Jahreszeit ein Hingucker.

Sie wollen mehr? Dann besuchen Sie unsere Bildergalerie! Dort finden Sie alle Motive bereits gestalteter Trafostationen in Meerane.

Das Projekt Umgestaltung der Trafostationen wurde Mitte 2007 von den Stadtwerken Meerane GmbH initiiert. Mit der professionellen Gestaltung der Flächen sollen die Objekte vor unschönen Schmierereien geschützt werden.